My Hip-Hop World

Welcome to Hip-Hop Culture ...
Durch die Ausbildung an einer Bewegungsschule mit Schwerpunkt Laban Technik und Training in Ballett, Modern, Afro und vor allem Jazzdance faszinierte mich immer parallel die Hip-Hop-Kultur. War das eine Nervenbelastung, als ich eine Prüfung mit dem Gymnastikball zu Salt'N'Pepa (US-amerikanisch R&B / Hip-Hop-Band) tanzte. Doch Hip-Hop steckte in Europa noch in den Kinderschuhen, nein – war noch nicht einmal richtig geboren! Ich hatte ein Videotape namens "Breakdance", das ich mir schon als Kind immer wieder ansah und fand: "das möchte ich auch einmal können." Doch in den 70ern, als Hip-Hop erst in Amerika seine noch jungen Wurzeln entwickelte, prägten mich Tanzfilme von Fred Astaire oder auch West Side Story, wovon ich jede Szene nachtanzte. Als dann die ersten Videoclips kamen und ich voller Furcht Thriller (1984) von Michael Jackson sah, wusste ich - ich werde einmal tanzen! Zu dieser Zeit war es noch schwer, an Hits heranzukommen, die aus den Vereinigten Staaten kamen. Jeder Musikclip war ein Geschenk! Ich erinnere mich noch zum Beispiel bei Thriller, wovon ich eine Aufzeichnung des Videos bekam, denn Formel Eins (eine deutsche Musiksendung) durfte wegen der gruseligen Szenen das Video erst ab 22.00 Uhr am Fernsehen zeigen.


Mich zog es nach meiner Ausbildung schnell ins Ausland, damit ich alles, was von "drüben" kam, lernen konnte.
So langsam setzte sich auch 1990 Streetdance in der Schweiz durch und immer noch war die Aufklärung "was genau ist Hip-Hop" nicht da. Wenn ich nun zurückschaue, spielte sich bereits mein privates Leben in dieser noch jungen Kultur ab. Ich konnte stundenlang die Graffitis an den Bahnhofswänden anschauen, liebte die Musik von Grandmaster Flash und breakte bis spät in die Nacht hinein. Mich prägte in der Hip-Hop-Szene allen voran Crazy (Crazy Force Crew), wofür ich ihm sehr dankbar bin! Alte Schule vom Feinsten.

Doch wie konnte ich meinen Beruf, der sich immer noch mit der Definition des Tanzstils von Jazz / Streetjazz / Hip-Hop/ Streetdance usw. quält, benennen? Ich wollte auf meinem Beruf als Tanzlehrerin und Choreographin arbeiten, biss dabei jedoch auf Granit, als ich vor 20 Jahren in renommierten Tanzschulen und Gruppen meinte: "Das ist kein Hip-Hop, was wir unterrichten, das ist eine Kultur!" Ich passte mich dem Mainstream an und gebe es ungern zu: auch dem Marketing zuliebe habe ich mich angepasst. Ich wollte auch finanziell überleben und schrieb meine Kurse auch mit Hip-Hop / Streetdance aus.

Neben all meinem verschiedenen Schaffen arbeite ich am liebsten mit Kindern und Jugendlichen. Denen kann ich die Hip-Hop-Kultur mit offenem Herzen näherbringen. Es gab auch schon Kids, die bereits mit 4 Jahren meinen Tanzunterricht besuchten und nun tanzen sie als Erwachsene in Companies, Crews oder in Musicals.
Auch privat sind meine Familie und ich dieser Hip-Hop-Kultur immer noch treu! Auch die Werte dieser Kultur versuche ich meinen Kids daheim näherzubringen.

Respect, Love, Peace and Community!